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Angermunder Persönlichkeiten

Nachstehend eine Auswahl von Personlichkeiten, die Angermund in unterschiedlichster Weise geprägt haben. Durch Klicken auf die unterstrichenen Namen öfffnet sich ein Bild der Person in einem separaten Fenster.

Autoren:

Karl Heinrich Brokerhoff (1922–2018), Lehrer, Autor von Prosa und Lyrik.

Heinrich Schmitz (18741943), Lehrer, Heimatforscher und Autor des Buches Angermunder Land und Leute, erschienen 1926.

Heinz Schmitz (1914–1985), Heimatforscher und Autor der Neuauflage des Buches Angermunder Land und Leute, in 2 Bänden erschienen 1979.

Maler, Bildhauer und Architekten:

Theo Bode (1898-1968), Architekt, der u.a. die 1927 eingeweihte Johann-Melchior-Schule in Lintorf erbaute. Außerdem Chef der Angermunder Schützenbruderschaft von 1945 bis 1967.

Jochen Duckwitz (19422020), Objektkünstler, Meisterschüler von Joseph Beuys.

Ludwig Fettweis (18661944), Architekt zahlreicher Angermunder Häuser im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts. Außerdem Chef der Angermunder Schützenbruderschaft von 1913 bis 1945.

Olof Jernberg (1855–1935), Maler, studierte unter Eugene Dücker und war von der Barbizon-Schule inspiriert.

Arthur Kampf (1864–1950), Graphiker, Illustrator und einer der letzten Maler großflächiger Historienbilder.

Heinrich Nüttgens (1866–1951), Maler von Ölgemälden und Fresken in ca. 40 Kirchen, Meisterschüler bei Eduard v. Gebhardt, Mitglied des Düsseldorfer Malkastens. (Selbstportrait kurz vor seinem Tod)

Carl Georg Alfred Stumpp (1885–1976), Bildhauer, der 1935 das Denkmal des Hl. Georg an der Kellnerei zur Erinnerung an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs schuf.

Antonius van der Pas (1920–2008), Maler, Graphiker, schuf außerdem Fresken und Glasfenster.

Cornelis de Waal (1881–1946), Maler, Industriemaler, Mitglied des Düsseldorfer Malkastens.

Otto Karl Welbers (1930–2009), Maler, Impressionist.

Pfarrer:

Joseph Holl (18301908) 1856 Priesterweihe, Kaplan in Brühl, 1864 Pfarrer in Harperscheid, seit 1870 Pfarrer an St. Agnes und Dichter des Sursum Corda. Heute erinnert an ihn der Pfarrer-Holl-Weg (am westlichen Ortseingang, nördlich der Angermunder Straße). Nach Holls Kirchenlied Sursum Corda (lateinisch, übersetzt: Empor die Herzen) wurde auch das katholische Diözesangesangbuchs des Erzbistums Paderborn benannt. Es wurde 1874 durch Erzbischof Konrad Martin zur Benutzung in den Gemeinden empfohlen und sollte die bis dahin gebräuchlichen Gesangbücher ablösen. 1948 kam es zu einer Neuauflage, die bis zur Einführung des neuen katholischen Gebet- und Gesangbuches Gotteslob 1974 verwendet wurde.

Heinrich Viehof (18671946) Nach dem Studium der Theologie, das er mit seiner Promotion abschloss, wurde Viehoff 1896 zum Priester geweiht. Als Nachfolger von Joseph Holl wurde er zum 1. April 1909 feierlich als neuer Pfarrer von St. Agnes in sein Amt eingeführt. Gleich im ersten Jahr seiner 37jährigen Amtszeit ließ Heinrich Viehof das alte Pfarrhaus abreißen und durch einen Neubau nach den Plänen des Architekten Ludwig Fettweis ersetzen. Es heißt, Viehof habe die Finanzierung des neuen Pfarrhauses durch erhebliche Zuwendungen aus seinem Privatvermögen ermöglicht. Anders als sein Vorgänger Holl setzte Viehof von Beginn seiner Tätigkeit in Angermund an dafür ein, dass in Rahm, die St. Hubertus-Kirche gebaut werden konnte, die 1928 geweiht wurde und als Rektoratskirche noch bis 1952 zur Kath. Kirchengemeinde Angermund-Rahm gehörte. Viehof führte seine Gemeinde und besonders auch die Schützenbruderschaft mit Mut und Besonnenheit durch die NS-Zeit. Er starb nach langer Krankheit im 49. Jahre seines Priestertums. Alte Angermunder bewahren bis heute ein dankbares Andenken an Pfarrer Viehof.

Peter Fey (19101984)  Er kam 1942 als Kaplan nach Angermund, vermutlich auch um den dauerhaft erkrankten Pfarrer Viehof zu unterstützen. Das Foto zeigt Fey mit den Kommunionkindern am Weißen Sonntag 1943. Nach der Berufung von Pfarrer Joseph Brochhaus als Nachfolger des verstorbenen Pfarrers Viehof lebte Fey von 1946 bis 1950 als Subsidiar in Angermund. Er wirkte später als Pfarrer in Bilk und Hubbelrath. 

Joseph Brochhaus (18861967) studierte in Bonn, Freiburg und Innsbruck Theologie. Er wurde am 10. August 1913 von Kardinal Schulte in Köln zum Priester geweiht. Nach Kaplanstellen in Mönchengladbach, Essen und Köln wurde Brochhaus zum Pfarrer in Solingen-Mangenberg berufen. 1946 trat er die Nachfolge von Heinrich Viehof als Pfarrer in Angermund an. Brochhaus führte die St. Agnes-Gemeinde durch die kritischen Nachkriegsjahre und setzte sich sehr für die Beseitigung der Kriegsschäden an der Kirche ein. Es heißt, er habe eine enge Verbindung zu seiner Gemeinde gehabt und stets für jeden ein offenes Ohr gehabt. Nachdem Brochhaus einen Schlaganfall erlitten hatte, wurde Heinrich Langenstein 1956 als sein Nachfolger nach Angermund berufen. Brochhaus verbrachte seinen Ruhestand im Marienkloster Angermund. Nach dessen Schließung im Caritas-Heim in Düsseldorf. Als er 1963 sein Goldenes Priesterjubiläum feierte, ehrte die St. Agnes-Gemeinde ihren ehemaligen Pfarrer bei einem großen Empfang im Wirtshaus Stenger. Brochhaus starb 1967 nach langer schwerer Krankheit im Marienkrankenhaus Kaiserswerth. Seinem Wunsch enstprechend wurde Brochhaus in der Pfarrergrabstätte auf dem Angermunder Friedhof beerdigt. Das Foto zeigt ihn bei seiner feierlichen Amtseinführung in Angermund im Jahr 1946: In der Mitte Pfarrer Brochhaus und links Wilhelm Veiders (1892-1977), seit 1935 Pfarrer in Lintorf und seit 1946 auch Dechant des Dekanats Ratingen.  

Verwaltungsbeamte und Politiker:

Josef Bruns (18241926) Gemeinderentmeister und Steuereinnehmer

Wilhelm Dopatka (1919–1979), deutscher Politiker (SPD), MdB.

Hermann Grothe (18601940), Visionär des genossenschaftlichen Wohnungsbau (z. B. Siedlungsbau in Wedau und Bissingheim, damals BM Angermund).

Klaus Matthiesen (1941–1998), deutscher Politiker (SPD), MdB, 19851995 Minister für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft des Landes NRW.

Anmerkung: Über die Angermunder Bürgermeister des 20. Jhds. informiert die separate Seite Die Bürgermeister, die mit einem eigenen Fotoalbum verlinkt ist.

Schützenwesen und Sport:

Maximilian Graf von Spee (1929–2009), Hochmeister im Bund der Deutschen Historischen Schützenbruderschaften, Großkomtur des Hausritterordens vom Heiligen Georg, Träger des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse, Träger des Verdienstordens des Landes NRW, ausgezeichnet mit dem Orden Sankt Gregorii Magni und Ehrengroßkreuzritter des Malteserordens.

Hermann Macher (19292017), Bundesverdienstkreuz am Bande, Offizierskreuz zum Ritterorden vom Hl. Sebastian in Europa, Großkreuz zum Sebastian Ehrenkreuz, Päpstlicher Orden vom hl. Silvester "Ordo Sancti Silvestri Papae", Bundesschützenmeister der Deutschen Historischen Schützenbruderschaft, Ehren-Bundesschützenmeister.

Hans-Egon Funke (1938-2024), fast 80 Jahre Mitglied des Angermunder Turnvereins. 1967 wurde er mit nur 29 Jahren Geschäftsführer seines Vereins TVA. Dieses Amt bekleidete Funke 32 Jahre lang bis 1999. Anschließend leitete er als Vereinsvorsitzender bis 2012 die Geschicke des TVA. In diese Zeit fiel auch der Wiederaufbau der abgebrannten TVA-Sporthalle, an dem Funke maßgeblich beteiligt war.

Walter Rettinghausen (1920–2010), jahrzehntelanger Vorsitzender und Ehrenvorsitzender des TV Angermund e.V., Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, Namensgeber der nach dem Barand 1999 wieder errichteten Sporthalle.

Hinweis:

Fotos weiterer Angermunder Persönlichkeiten im Fotoalbum Angermund im Wandel der Zeit.

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