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Angermund - Düsseldorfs nördlichster Stadtteil

Luftaufnahme Angermund von Süden

erste urkundliche Erwähnung: 1188
Eingemeindung nach Düsseldorf: 1975
Geographische Lage: 51° 20′ Nord, 6° 47′ Ost
Höhe: 30 m über NN
Fläche: 13,3 km²
Postleitzahl: 40489
Einwohner: 6.746
Wohngebäude: 1.764
Wohnungen: 3.258
Eigennutzungsquote: 45,3%
Haushalte: 3.071 (davon 36,1% Ein-Personen-Haushalte)
PKW's: 3.877
Stand: 31.12.2020
Quelle: Landeshauptstadt Düsseldorf, Amt für Statistik und Wahlen
Weitere Details: Factsheet der Landeshauptstadt Düsseldorf zu Angermund und zum Stadtbezirk 5

Angermund liegt im Bereich der Frischluftschneisen im Düsseldorfer Norden.(1) Sie sind die Hauptbelüftungs- und Abkühlungsadern für die Stadt. Sie speisen sich im Bereich Wittlaer und Angermund aus den Rheinauen sowie den Querverbindungen zum Waldgebiet der Grindsmark, das sich zwischen Angermund und Duisburg-Süd Rahm bis nach Mülheim und Ratingen erstreckt.(2) Details hierzu finden sich im Klima- und Frischluftplan der Stadt Düsseldorf.(3) Neubaugebiete, in Angermund, Einbrungen, Kalkum, Kaiserswerth und Wittlaer würden die Frischluftschneisen stark beeinträchtigen bzw. sogar zerstören. Warum sie dennoch in den "Perspektiven für den Düsseldorfer Norden" genannt werden, ist unverständlich.(4) Die in diesem Dokument für Angermund "nördlich und südlich Auf der Krone, Am Fettpott, Pannschoppen, östlich Zur Lindung" vorgschlagenen Neubaugebiete sind nicht allein aus klimatologischen Gründen sondern auch wegen dafür nicht ausreichender Infrastruktur (Kindergärten, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, Verkehr) äußerst kritisch zu beurteilen. Städtebaulich ist für Angermund eigentlich nur noch die Schließung von Baulücken innerhalb die bestehenden Bebauung zu verantworten. Im Landschaftsplan 2020 hat die Stadt Düsseldorf festgeschrieben, dass die Freiflächen zwischen Kalkum bzw. Wittlaer und Angermund vollständig erhalten bleiben.(5) Inwieweit die in den Perspektiven für den Düsseldorfer Norden genannten innerörtlichen Angermunder Baugebiete  trotzdem längerfristig realisiert werden sollen, bleibt abzuwarten.

(1) Darstellung Anja Wieling
(2) Hier bilden sich aufgrund des hohen Grundwasserstands Feuchtgebiete mit Tümpeln, Feuchtwiesen und Wassergräben zwischen den Erlen, Eichen und Buchen. Ein Areal im südlichen Teil ist Naturschutzgebiet.
(3) Panungshinweiskarte für die Landeshauptstadt Düsseldorf  Projektleitung Dr. Monika Steinrücke.Geographisches Institut der Ruhr-Universität Bochum. 2012
(4) Vorlage 61/8/2018 der Stadtverwaltung Dsseldorf, von der BV 5 am 30.01.2018 zustimmend zur Kenntnis genommen und vom Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung am 27.06.2018 beschlossen.
(5) Landschaftsplan der Landeshauptstdt Düsseldorf rechtskräftig seit 19.12.2020