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Angermunder See

Angermunder See

Am südlichen Ortsrand liegen links und rechts der Bahnlinie Duüsseldorf-Duisburg ohne Anbindung an das öffentliche Straßennetz drei Seen, die bei der Renaturierung ehemaliger Kiesgruben entstanden. Der größte von ihnen wird als Angermunder See bezeichnet. An seiner Ostseite erstreckt sich die Überanger Mark. Dieser Wald mit seinen alten Eichenwäldern mit Hainbuchen, Ulmen, Eschen und Weißdorn ist ein nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU besonders schützenswerter Naturraum und seit 2002 Naturschutzgebiet.

Während Angler, Surfer und Taucher ihren Sport mit offizieller Genehmigung ausüben dürfen, ist das Baden in allen drei Seen verboten. Die Gründe dafür sind:

1. Gefährdung durch Untiefen und Kaltwasserströmungen in den mit Grundwasser gefüllten Seen.
2. Gefährdung des Flughafenbetriebs durch aufgescheuchte Vögel

Leider ist in der Vergangenheit bereits mehrfach zu gefährlichen Badeunfällen, teilweise sogar mit Todesfolge gekommen. Die Risiken des Vogelschlag dürfen ebenfalls nicht unterschätzt werden. Die Stadtverwaltung untersagt auf Grund des über 20 Jahre alten "Vogelschlag-Gutachtens" den Badebetrieb, weil sie Kollisionen der in Lohausen startenden und landenden Flugzeuge mit aufgescheuchten Vögel befürchtet, denen die Rückzugs- und Ruhezonen durch den Badebtrieb genommen würden. Bei heißem Wetter zieht der See trotz Badeverbot viele Besucher an. Sie parken den Ort zu, hinterlassen Müll und verärgern durch ihren Lärm die Anwohner; ein Problem, das die Stadt in wechselnden politischen Verantwortlichkeiten 25 Jahre lang nicht lösen konnte. Die meisten Angermunder wollen ebenso wie die Stadtverwaltung keinen Ausbau als Naherholungsgebiet. Sie wünschen sich, dass der idyllische und außerhalb der Badesaison stille See in seiner heutigen Form erhalten bleibt.