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825 Jahre Angermund

825 Jahre Angermund

Im Jahr 1188 wird Angermund erstmals urkundlich erwähnt: der Kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg kauft das "allodium de angermonde" (das Freigut zu Angermund) für einen geringen Betrag von Kaiser Barbarossa. Damit fällt der früheste schriftliche Nachweis für Angermund ebenso ins 12. Jh. wie die früheste Erwähnung Düsseldorfs. Ein aus Düsseldorf (de Dusseldorp) stammender Kölner läßt in einer auf die Zeit 1135-1159 zu datierenden Kölner Schreinskarte - Vorläufer der heutigen Grundbücher - einen Hausverkauf festhalten.

Düsseldorf erhält 1288 nach der Schlacht von Worringen die Stadtrechte, die "Freyheit Angermund" wird urkundlich erstmals 1423 erwähnt. Als Freiheit werden Siedlungen bezeichnet, die im 12. und 13 Jh. unmittelbar neben Schutz gewährenden Burgen gegründet wurden. Sie waren Orte mit eingeschränktem Stadtrecht (Minderstädte). Ihr wichtigstes Recht war das Marktrecht, das den Bewohnern wirtschaftliche Vorteile brachte. Bauern, Handwerkern und Kaufleuten versorgten die Burgbewohner und das Umland. Freiheiten fanden sich  häufig in dünn besiedelten Gebieten, wo der Weg zum Markt in der nächsten Stadt zu weit war.